Civil Academy
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Vernetzung & Alumni

Die Erfahrungen, die Kreativität, die Ideen und Pläne der Civil-Academy-Absolventinnen und Absolventen sind ein großer Schatz, den wir allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern aus allen Runden zugänglich machen wollen. Die Civil Academy unterstützt deshalb die Vernetzung in Form von jährlich stattfindenden Treffen, die - genauso wie die Civil-Academy-Seminarreihe - kostenfrei für die Teilnehmerinnen und Teilnehmer sind und Formate zum Austausch und zur Fortbildung bieten. Die Treffen sind oft ein Motor für neue Ideen oder Motivationsschub für Projekte, die "auf Eis liegen". Alle Informationen zum nächsten Vernetzungstreffen werden hier rechtzeitig bekannt gegeben.

Zur Vernetzung sollen aber auch weitere Instrumente beitragen. Unabhängig davon, ob und wie oft die Absolventinnen und Absolventen am jährlichen Vernetzungstreffen teilnehmen können, wird es hier im Laufe der nächsten Monate ein Tool geben, das die Standorte und zentrale Projektinhalte der Teilnehmerinnen und Teilnehmer anzeigt und ihnen die Möglichkeiten gibt, Themen, Projekte und Menschen zu vernetzen.

Vorläufig stellen wir hier 3 Abolventinnen und Absolventen vor. Weitere, detaillierte Projektvorstellungen gibt es außerdem in der Rubrik "Projekt des Monats".


Florence Klement war Teilnehmerin der 11. Runde im Herbst 2010. Sie wollte die gesunde Ernährung von Kindern mit Migrationshintergrund im Berliner Wedding verbessern. Daraus entstand der Verein Kulina e.V. :

"Die Civil Academy war für mich der erste Schritt, um meine Gedanken, etwas in der Gesellschaft zu verändern, in reale Bausteine umzusetzen.

Mein gemeinnütziger Verein Kulina e.V. hätte wahrscheinlich weitaus länger auf sich warten lassen, hätte ich nicht während der CA-Seminare und über das CA-Netzwerk meine Idee, ein Ernährungsprojekt in Berliner Problembezirken zu initiieren, schrittweise verwirklichen können. Ich bin mit einem festen Ziel zur Civil Academy gegangen und das war, Ernährung für Kinder und Jugendliche in Berliner Brennpunkten mit geringem finanziellem Budget spannend und gesund zu gestalten.

Verzweifelt hatte ich festgestellt, dass sich in meinem Umfeld nichts ändern würde, solange ich nicht dazu beitrage. Anfänglich wurde ich für die Idee belächelt, mit 19 Jahren ein eigenes Projekt zu starten. Die Menschen hielten mich für zu jung und meine Ideen für kindlich-naiv.

Doch ich meinte es wirklich ernst und habe mir ein Netzwerk gesucht, das mich nicht hinderte, etwas in der Welt zu ändern, sondern förderte. Das war die Civil Academy. Sie vermittelte mir die Fähigkeiten bspw. zu den Themen Projektmanagement und Fundraising, die ich damals benötigte, um meine Idee zu verwirklichen. Aber nicht nur das. Sie hat mir den Zugang zu einem Netzwerk von jungen, engagierten Menschen verschafft, mit denen ich noch heute in Kontakt stehe, um mich auszutauschen und gegenseitige Inspiration zu ermöglichen. Nach einem Jahr ist aus Verzweiflung über die mangelhafte Ernährung junger Menschen ein gemeinnütziger Verein geworden, Kulina e.V., der mit eigenen Kooperationspartnern und Ehrenamtlichen stetig daran arbeitet, Ernährung wieder zu einem zentralen und bewussten Teil des Alltags zu machen.

Der Jugend Hilft Preis 2011, mit dem wir ausgezeichnet wurden, ist nur ein kleines Zeichen unseres Erfolgs und ich hoffe, dass die Civil Academy auch in Zukunft vielen neuen Engagierten Motivation geben wird, ihre Ziele zu verfolgen."


Falk Steinborn nahm an der 8. Runde der Civil Academy im Frühjahr 2009 mit dem Projekt "queerblick" teil. Bei seinem Projekt steht die Medienarbeit von, für und mit homo- und transsexuellen Jugendlichen sowie jungen Erwachsenen im Mittelpunkt: "Ehrenamt bedeutet für mich: Spaß am Ausprobieren und Engagieren.

Ich habe in meiner Ehrenamtskarriere vieles gelernt - meist aber unterbewusst und ohne Selbstreflexion. Die "Civil Academy" hat mir geholfen, mein Ehrenamt zu strukturieren. Ich habe gelernt, wie ich meine Ideen professionell umsetzen kann. Das fängt beim Projekt- und Vereinsmanagement an, reicht über die Finanzierung bis hin zur gekonnten Pressearbeit.

Das Konzept der "Civil Academy" war bei mir erfolgreich. Ich bin 2009 mit der Idee angetreten, die erste Fernsehsendung von und für schwule, lesbische, bisexuelle und transidente Jugendliche und junge Erwachsene ins Leben zu rufen. Mittlerweile leite ich den Verein queerblick e.V., der die Sendung und andere Medienprojekte im lesbitransschwulen Bereich organisiert. Der Verein wurde mehrfach ausgezeichnet, u.a. vom Bundespräsidenten.

Ohne die "Civil Academy", die mich in meiner Idee unterstützt hat, wäre dieser Erfolg nicht möglich gewesen. Die "Civil Academy" ist für mich aber nicht nur eine Schule des Ehrenamts, sondern auch ein großes Netzwerk von jungen Menschen, die Visionen haben, und mit denen es Spaß macht zusammenzuarbeiten. Die jährlichen Netzwerktreffen sind immer wieder ein toller Impuls für das eigene Engagement.


Arline Rave nahm mit ihrem Projekt "weitblicken kinderleicht" an der Civil Academy teil. Das Projekt hat zum Ziel, Patenschaften zwischen Münsteraner Grundschulkindern und Studenten zu schaffen, um die kulturelle Bildung zu fördern.

Sie war Teilnehmerin der 10. Runde im Frühjahr 2010: "Obwohl ich am Anfang gedacht habe "Du hast eh keine Chance bei bundesweit nur 24 Plätzen", habe ich mich einfach mal beworben. Und siehe da - einige Zeit später kam auch schon die Zusage ins Haus geflattert. Damit hatte ich überhaupt nicht gerechnet, denn mein Projekt war bis dahin mehr eine Idee als alles andere und sollte auch keine Größenordnung annehmen, die es vermag die Welt zu ändern.

Zu Beginn des ersten Seminarwochenendes waren meine Erwartungen an das Training sehr schwammig, da ich mir unter den Seminaren nichts Genaues vorstellen konnte. Aber schon nach dem ersten Wochenende zum Thema Projektmanagement wusste ich: Das ist genau das, was ich für mein Projekt brauche. Es bekam Struktur, wurde an den nötigen Stellen abgespeckt und an anderen verstärkt. Auch Teamarbeit spielte eine wichtige Rolle. Das bemerkte auch mein Team mit den Worten "Ich habe noch nie in einem Projekt mitgearbeitet, das so gut geplant und strukturiert ist." Die kommenden beiden Seminare zu den Themen Finanzen, Fundraising und Öffentlichkeitsarbeit waren für mich ebenso wichtige Bausteine bei der Umsetzung meines Projekts, sodass ich ein Jahr später zufrieden sagen kann: Mein Projekt "weitblicken kinderleicht" ist erfolgreich gestartet. Ich selber arbeite leider nicht mehr in meinem Projekt mit. Dass ich meine Erfahrungen und das Knowhow aus der Civil Academy aber an mein Team weitergeben konnte und das Projekt von ihnen weiter geführt wird, macht mich stolz.

Alles in allem bietet die Civil Academy eine tolle Möglichkeit, der eigenen Projektidee Kontur zu verleihen und das Projekt voran zu bringen.

Die Seminare sind nicht nur hilfreich bei der Projektplanung und -umsetzung, man lernt auch tolle Leute und spannende andere Projekte kennen. Außerdem kann man jederzeit auf ein Netzwerk zurückgreifen, in dem man sich über Probleme, Hürden und Erfolge austauschen kann und zu nahezu jedem Thema, was die Projektumsetzung angeht, hilfreiche Tipps erhält."

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