#Reinschauen

Power On

Eric Klausch war 2015 Teilnehmer der Civil Academy. Seither ist aus dem ursprünglichen Kindercamp ein riesen Projekt mit Sommercamp, Garten, Bildungsangebot und Austauschprojekt nach Tansania und Südafrika geworden. Die Civil Academy half ihm bei den ersten Schritten und der Professionalisierung.

Erzähl uns von Deinem Projekt 

Das Power On war ursprünglich ein Kindercamp. Inzwischen machen wir ganz verschiedene Projekte im ländlichen Raum in Mecklenburg: Sommercamps, einen Garten, Bildungsangebote, aber auch Austauschprojekte nach Tansania und Südafrika. Eigentlich machen wir alles, worauf wir als Freundeskreis/Team Bock haben und womit wir die Welt ein bisschen besser machen können. Hauptsächlich geht es uns darum junge Menschen in unserer Region für das Leben zu begeistern und zu aktiven und hoffnungsvollen Mitgestaltenden unserer Gesellschaft zu machen.

Woher nimmst Du Deine Motivation für Dein Projekt? Wie kamst Du auf die Idee? 

Ursprünglich wollte ich einfach etwas mit meinen Freunden machen. Denn nach der Schule sind alle in die weite Welt gegangen und ich dachte „Bald komme ich nach Hause und dann ist da nur noch mein Pony. Alle meine Freunde sind weg.“ Also habe ich mit einer Freundin überlegt, was wir machen können und hatten dann die Idee für ein Kindercamp. So entstand das erste Projekt und ganz nebenbei ein toller Freundeskreis.

Inzwischen ist es viel mehr. Ich erlebe, wie unsere Projekte die Region verändern, Kinder blühen auf und entwickeln eigene Projekte, Eltern wollen mithelfen und die Politik fragt uns nach Rat, wie wir die Region neu beleben können. Zu spüren, dass ich gebraucht werde und etwas bewegen kann ist der größte Motivator und die beste Medizin gegen Resignation und Verdrossenheit.

Du warst 2015 Teilnehmer der 20. Runde der Civil Academy. Was hat das für Dich bedeutet? 

Die Civil Academy war ein großer Schritt für mich und meine Organisation Richtung Professionalität. Hier habe ich im frühen Stadium meines Projektes erfahren, welche Fettnäpfchen es gibt und gelernt sie zu umgehen. Dadurch konnten wir uns viel schneller entwickeln. Auch Projektmanagement und andere Fähigkeiten habe ich hier gelernt und dadurch sind wir echt auf ein neues Level gestiegen. Und zu guter Letzt war es eine tolle Zeit, aus der noch einige Freundschaften und Bekanntschaften geblieben sind.

Wie ging es mit Deinem Projekt nach der Civil Academy weiter? 

Rasant! Zunächst bauten wir unser Kindercamp aus: Social Media, professionelle Medienarbeit, ein offener Abend mit über 500 Besuchenden… und dann folgten 5 weitere Projekte: Ein Jugendcamp, eine Demokratiewerkstatt, ein großer Garten für die Selbstversorgung und Austausche nach Tansania und Südafrika. Dazu kamen viele Konferenzen, weitere Stipendien und Anfragen, ob wir unser Wissen teilen können. Nun gibt es auch bereits die ersten Festanstellungen und bald ein eigenes großes Büro und die Ideen gehen noch viel weiter.

Was waren Herausforderungen und Hürden, was war bisher Dein größter Erfolg mit Deinem Projekt? 

Die Bürokratie. Ein Kindercamp zu planen, einkaufen zu gehen, Spiele zu spielen, den Pool aus Stroh aufzubauen, Kuchenspenden zu organisieren. Darauf hatten wir uns gefreut. Und dann hatte unser Träger keine Kreditkarte, die privaten Auslagen stiegen in die Tausende, das Finanzamt antwortet nicht auf Mails, der Landkreis verlangt einen „Nachweis zur vorzeitigen Mittelanforderung für die Kofinanzierung der baulichen Denkmalschutzvoruntersuchung“ und what the f*** ist eine Datenschutzerklärung??

Erfolge gab es viele: Mehrere regionale und bundesweite Auszeichnungen, eine Präsentation in der UN in New York, große Förderungen… Aber für mich sind die größten Erfolge das Team. Wenn man ein Projekt, wie ein Kindercamp mit über 150 involvierten Menschen rein ehrenamtlich mit Jugendlichen durchführt ist Stress und Streit vorprogrammiert. Dennoch sind wir weiter zusammengewachsen, haben miteinander und voneinander gelernt und sind weiter gewachsen. Und auch nach fünf Jahren, und inzwischen 70 Aktiven, sind wir noch ein kreativer Haufen, immer am visionieren und echt gute Freunde.

Was hast Du aus der Civil Academy mitgenommen? 

BP Kugelschreiber und Papier ;)

Was sind Deine Pläne für die Zukunft des Projekts / Deine persönlichen Pläne?

Well. Wir wollen unsere Region im Herzen MVs neu beleben. Junge Leute in die Region holen, die frische Ideen und Energie mitbringen. Und dann natürlich Klima retten, Weltfrieden und so. Aber als nächste Schritte werden wir einen Bus bauen und vom Nordkap zum Kap der Guten Hoffnung mit der Kraft der Sonne fahren, sprich mit Solarpannels auf dem Dach. Und wir werden ein glokales Bildungsteam in Teterow aufbauen, um unsere Mitarbeitenden und Interessierte zu aktiven Changemakern auszubilden.

Weitere Infos

Eric Klausch
Initiator & Leiter 
Tel: +49 176 92645427 
Leitung@PowerOn-org.com 

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