#Reinschauen

Prisma – aktiv gegen Vorurteile und Diskriminierung an Schulen

Mit ihrem Projekt Prisma möchte Sarah, Teilnehmerin der 23. Runde der Civil Academy, soziale Kompetenzen fördern und gegen Diskriminierung, Rassismus und Extremismus aktiv werden.

Erzähl uns von Deinem Projekt 

Das Projekt Prisma setzt sich ein dafür, dass Schule ein Ort wird ohne Ausgrenzung, Diskriminierung und Rassismus. Dafür arbeiten wir mit Schüler_innen und Lehrkräften zusammen, um genau so einen Ort zu ermöglichen. Aktuell haben wir ein Pilotprojekt laufen mit einer Fortbildung für Lehrer_innen zu genau diesen Themen. Unsere Inhalte stammen hauptsächlich aus der psychologischen Forschung, damit haben wir einen neuen und innovativen Ansatz, an diese Themen heranzugehen. Alle Teilnehmer_innen der Fortbildung bekommen auch Materialien für Schulstunden und viele praxisbezogene Tipps, um gemeinsam mit ihrer Klasse ihr eigenes „Projekt Prisma“ zu starten und aktiv zu werden gegen Diskriminierung und Co.

Woher nimmst Du Deine Motivation für Dein Projekt? Wie kamst Du auf die Idee? 

Ich habe mich schon in meiner Schulzeit im Bereich Antirassismus engagiert. Später im Studium habe ich gemerkt, wie viel Potenzial in der Forschung steckt, das kaum genutzt wird. Es gibt zu wenige Brücken zwischen dem, was in Projekten gemacht wird und dem, was in der Forschung als wirksam untersucht wird. Die Ergebnisse der Forschung kommen kaum in der Praxis an. Ich wollte dieses Potenzial nicht ungenutzt lassen. Ich habe selbst schon Projektarbeit in anderen Bereichen gemacht und das Themenfeld liegt mir sehr am Herzen, deshalb habe ich mit Prisma begonnen. Wenn meine Arbeit auch nur einen Bruchteil dazu beitragen kann, dass Kinder, Jugendliche und Erwachsene weniger Vorurteile, Ausgrenzung und Diskriminierung erleben müssen und in ihrer Laufbahn eine fairere Chance bekommen, hat sich alles gelohnt.

Du warst Teilnehmer der 23. Runde der Civil Academy. Was hat das für Dich bedeutet? 

Die Civil Academy war ein echter Gewinn für mein Projekt. Ich bin in kurzer Zeit sehr viel weiter gekommen, habe Lücken schließen können, die ich noch hatte zur Umsetzung meiner Idee. Die Seminare haben mir an vielen Stellen geholfen, weil sie auch die ganze Bandbreite abgedeckt haben von der Idee bis zum letzten Feinschliff der Umsetzung. Obwohl ich schon vorher an Projekten gearbeitet habe, konnte ich noch einiges dazulernen. Die unterschätzte Power der Civil Academy waren allerdings die anderen Teilnehmer_innen, dieses Feeling voller Ideen, neuer Ansätze und Tatkraft im Raum. Ich habe mich da sehr bereitwillig anstecken lassen.

Wie ging es mit Deinem Projekt nach der Civil Academy weiter? 

Nach der Civil Academy habe ich mit anderen Interessierten den Verein Kaleidoskop e. V. gegründet, um das Projekt Prisma einfach besser umsetzen zu können und anderen die Chance zu geben, auch ihre Ideen in Bereichen der Förderung von Offenheit und Toleranz in der Gesellschaft und der Prävention von Diskriminierung, Vorurteilen und Extremismus zu realisieren. Anschließend haben wir einen Projektantrag für die Richtlinie Demokratie und Toleranz des Landes Niedersachsen gestellt. Seit Mitte dieses Jahres wird unser Projekt aus dieser Richtlinie gefördert. Wir haben online parallel zu unserem Antrag unsere Homepage gestartet und werden diese jetzt auch um eine Seite auf Facebook ergänzen.

Was waren Herausforderungen und Hürden, was war bisher Dein größter Erfolg mit Deinem Projekt? 

Eine unserer größten Herausforderungen war die Gründung des Vereins. Allerdings war diese Herausforderung am Ende auch gut zu bewältigen. Unter anderem auch durch Unterstützung der Civil Academy und deren Teilnehmer_innen. Aktuell haben wir damit zu tun, Schulen für das Projekt zu gewinnen, auf dieser Herausforderung liegt momentan unser Fokus.

Unser größter Erfolg ist der offizielle Start unseres Pilotprojekts und jede Fortbildung, die wir gegeben haben und noch geben werden. Mit der Fortbildung können wir ja nicht nur die Lehrer_innen selbst erreichen, sondern gleichzeitig auch Schüler_innen, durch die inklusiven Unterrichtseinheiten für Schulklassen.

Was hast Du aus der Civil Academy mitgenommen? 

Eine Portion Know-how, zwei Portionen Freude und eine Menge Tatendrang.  Naja so in etwa, aber so leicht lässt es sich dann doch nicht beschreiben. Denn was ich mitgenommen habe, ist mir noch eine ganze Weile weiter im Kopf herumgegangen, ist weiter gewachsen und immer wieder an bestimmten Punkten ins Projekt eingeflossen.

Ich freue mich sehr über die Möglichkeit der Vernetzungstreffen, denn dort konnte ich bisher auch wieder einiges mitnehmen, was dann darüber hinaus weiter in mir gearbeitet hat. 

Was sind Deine Pläne für die Zukunft des Projekts / Deine persönlichen Pläne? 

Nach meinem Abschluss im Master „Psychologie“ im nächsten Jahr und nach Abschluss unseres ersten Pilotprojekts Ende 2018, möchte ich gerne den zweiten Teil des Projekts starten. Dabei soll an Schulen das Präventionsprogramm Prisma durchgeführt und evaluiert werden.

Kontakt

Email: projektprisma@gmx.de

Telefon: 051217551135

Facebook: www.facebook.com/ProjektPrisma